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Wirkungskreis Hülle & System

Für den Betrieb eines Gebäudes stehen heute für das Heizen/Kühlen und für das Lüften technische Systeme zur Verfügung, die dezentral im Gebäude platzieren werden können. Diese sehr dynamisch agierenden Einheiten können die Einträge und die Verluste, die durch die Gebäudehülle entstehen, in im Innenraum ausgleichen. Zwischen Gebäudehülle und Gebäudesystemen existiert also ein Wirkungskreis aus einer aktiv (re-)agierende Komponente, dem Gebäudesystem und einem passiven Partner, der Fassade.

Diese Arbeit befasst sich allgemein mit diesem Wirkungskreis aus Fassade und Gebäude­systemen. Im Speziellen werden dabei die Abhängigkeiten von Fassade und Gebäudesys­temen eines Nullemissionshauses untersucht. Bei dieser speziellen Konfiguration stellt die Fassade den thermischen Strömen dennoch nur einen geringen Widerstand entgegen.

Dieser Ansatz steht konträr zu dem gegenwärtigen Bestreben bei Gebäudesanierungen den Widerstand in der Fassade über zusätzliche Dämmung und verbesserte Verglasung massiv zu erhöhen, um Wärme bzw. Energie zu horten. Dies geschieht meist auf Kosten der Ästhetik, der Behaglichkeit und der Gebäudesubstanz. Gezeigt werden soll daher, dass ein Gebäude trotz geringen Widerständen in der Fassade emissionsfrei betrieben werden kann, wenn die Systeme im Gebäude und auf dem Grundstück die saisonalen Än­derungen von Bedarf und Überschuss miteinander ausgleichen können.

Dissertation Volker Ritter
Kontakt: Volker Ritter

 

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