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DPV modul wasser

Das Werkzeug wurde als weiterer Baustein des DPV tools prototypisch ausgearbeitet. Hierbei werden die einzelnen Berechnungen und Darstellungen des Werkzeugs über die Verknüpfung zu einem Gebäude Informationsmodell (BIM) immer den aktuellen Entwurf angepasst. Alle Möglichkeiten Werkzeugs sind in diesem film dargestellt:

1.1 Tagesgang

Jede Wasserentnahmestelle im Haus ist über ihren Belastungswert gekennzeichnet. Dieser spiegelt die Menge Wasser (in Liter) zur verstrichenen Zeit (pro Minute) wider, die an der jeweiligen diese Entnahmestelle bei maximalen Durchfluss entnommen wird. Bei Toiletten ist dieser konstant, da nach Betätigung bei maximalem Durchfluss der Tank befüllt wird. Bei Waschbecken variiert dieser Wert immer unterhalb des maximalen Wertes. Die Ansicht Tagesgang spiegelt im Fenster Tagesverlauf die Benutzung an einer Entnahmestelle wider. Hier kann zwischen Wochentag, Wochenende und ganze Woche gewählt werden. Über eine statistisch ermittelte Wahrscheinlichkeit wird der Zeitpunkt zufällig gewählt. Die Anzahl der Benutzungen am Tag basiert grundsätzlich ebenfalls auf statistisch ermittelten Messungen, kann aber modifiziert werden um ein Benutzerprofil zuzulassen. Im Sichtfenster Tagesvolllast werden diese einzelnen Entnahmen zusammengefasst und in Volllastminuten dargestellt. Es wird dabei in Warm- und Kaltwasser unterschieden.

1.2 Jahresgang

Das Werkzeug findet automatisch die jeweils zu einem Apartment gehörenden Entnahmestelle und bündelt sie zu Kategorien. Im Fenster Jahresgang werden die Tagesverbräuche der gewählten Objekte übereinander an 365 Tagen dargestellt. Diese Darstellung kann individuell angepasst werden. So ist es möglich Tagesschwankungen, saisonale Schwankungen und Ferienzeiten zu berücksichtigen. Die Jahresvolllaststunden, das Tagesmaximum und die Jahresdauerlinie können jeweils für Warm- und Kaltwasser getrennt in einem weiteren Sichtfenster dargestellt werden.

1.3 Rekupation

In einem weiterem Fenster können erste Abschätzungen bezüglich des gesamten Trinkwasserbedarfs, der Abwassermenge und des genutzten Regenwassers modelliert werden. Die Einteilung in verschiedene Qualitätsstufen ermöglicht eine Differenzierung der einzelnen Wasserentnahmestellen im Entwurf. Q1 bezeichnet die höchste Qualitätsstufe an Entnahmestellen an denen die Benutzer direkt in Körperkontakt kommen. An Entnahmestellen der Qualitätsstufe Q2 kann das Abwasser aus Q1 genutzt werden, wie es theoretisch an Waschmaschinen der Fall ist. Die Qualitätsstufe Q3 repräsentiert die Menge Wasser die an Toiletten zur Spülung benötigt werden. Sowohl das Abwasser von Q1 als auch Q2 könnten hier rekupiert werden. Mit Hilfe von Reglern kann eine individuelles Modell des Trinkwassersystems des Entwurfs simuliert werden.

1.4 Warmwasserbereitung

Bei der Warmwasserbereitung interessiert die Menge an emittierten CO2. Über die im Jahresgang ermittelte maximal benötigte Menge an Warmwasser am Tag wird die Menge an Exergie errechnet die zur Bereitstellung nötig ist. Ziel ist es vom Ausgangszustand A unterhalb der Menge 100g CO2 pro qm und Jahr zu gelangen. Dies ist zum Teil über die Wärmerückgewinnung möglich, vorwiegend allerdings über das Wärmesystem das CO2 frei produziert.

Kontakt: Volker Ritter, Arno Schlüter, Frank Thesseling

 

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