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Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung eines neuen, an der Professur für Gebäudetechnik der ETH Zürich entwickelten Ansatzes für ein Zuluftsystem.
In Europa entfällt ca. 50% des Gesamtenergieverbrauchs auf Gebäude, so dass in diesem Sektor ein riesiges Einsparpotential besteht. Um dieses nutzen zu können, sind neue gebäudetechnische Systeme zu entwickeln.
Das Zuluftkonzept, welches im Rahmen dieser Dissertation untersucht werden soll, basiert auf dezentraler Technik und versucht durch ein in der statisch tragenden Bodenkonstruktion eingelassenes Verteilnetzwerk die Zuluft gleichmässig über die Nutzflächen zu verteilen. Durch die Vernetzung der verschiedenen Fassadenseiten soll zudem die Nutzung der Windenergie für den Lufttransport ermöglicht werden. Im Gegensatz zu gängigen, meist zentralen Lüftungssystemen, wird der Energieverbrauch in der Zuluftverteilung durch das neue Konzept drastisch reduziert. Basierend auf einer Simulation des Zuluftsystems soll in dieser Arbeit versucht werden, die Topologie des Zuluftnetzwerkes für einen bestimmten Satz von Randbedingungen zu optimieren, so dass im Sinne dieser Randbedingungen ein ”optimaler” Betrieb gewährleistet werden kann. Nebst den theoretischen Untersuchungen werden auch Systemkomponenten entwickelt, um das Zuluftsystem prototypisch in Betrieb nehmen zu können. Die Erstinstallation des neuen Zuluftsystems wird direkt im Arbeitsbereich der Professur für Gebäudetechnik erfolgen.
In den neuen Gebäuden findet eine fortschreitende
Dezentralisierung der Technik statt. Der Trend der Dezentralisierung
deckt sich mit der technologischen Entwicklung der Miniaturisierung.
Geräte werden immer kleiner und intelligenter und können so in grossen
Mengen kosteneffektiv eingesetzt werden.
In einer Zusammenarbeit
mit der Firma BS2 AG werden dezentrale Zuluftgeräte entwickelt, die
sich vor allem durch ihre Kompaktheit von denen am Markt verfügbaren
Produkten unterscheiden. Diese Geräte können gut in die bestehende
Struktur der Gebäude integriert werden und erlauben elegantere und
ressourcenschonendere Lösungen als bisher möglich waren. Der
Systemgedanke hinter der Entwicklung dieser Zuluftgeräte ist eine
Kombination von zentral geführter Abluft sowie dezentral geführter
Zuluft. Konditionierte Zuluft wird von den dezentralen Geräten über die
Fassade ins Gebäude gebracht. Dank niedrigen Geschwindigkeiten und
kurzen Transportwegen ist der Druckverlust und somit der Stromverbrauch
für die Luftförderung minimal. Die Wärmetauscher der Geräte ist so
ausgelegt, dass mit niedrigen/hohen Temperaturen geheizt/gekühlt werden
kann und somit ein exergieeffizienter Betrieb im Verbund mit einer
Wärmepumpe möglich ist.
Das Gerät wird konsequent in Richtung
Miniaturisierung und bessere Informierung (Digitalstrom©)
weiterentwickelt, so dass sich neue Ansätze für vernetzte und
integrierte Systeme realisieren lassen.
Kontakt: Luca Baldini
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