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Gebäude dürfen im Jahr 2050 zum überwiegenden Teil (Ausnahme sind speziell denkmalgeschützte Gebäude) nicht mehr mittels Verbrennungsprozessen beheizt werden. Die fossilen Brennstoffe, deren Förderung in diesem Zeitraum um den Faktor 4 wegen der C02-Konzentration in der Atmosphäre zurückgefahren werden müssen, werden aus ökonomischen Gründen nicht mehr für die Erzeugung von Wärme unter 60°C eingesetzt werden. Biologische Energieträger werden zu Treibstoffen umgewandelt werden – eine direkte Verbrennung ist zu wenig effizient.
Gebäude werden somit ausschliesslich mit elektrischem Strom versorgt werden. Die Wärmepumpe tritt an die Stelle des befeuerten Heizkessels.
Infolge dieses klimabedingten Technologiewechsels in der Gebäudetechnik steigt der Stromverbrauch für den Betrieb der Gebäude. Der Anstieg muss und kann durch Massnahmen im Gebäude (Hülle und Technik) kompensiert werden – eine Unterschreitung der heutigen Strombezüge ist möglich, weil die zurzeit eingesetzte Technologie im hohem Mass ineffizient ist.
Die Professur Gebäudetechnik der ETH Zürich orientiert sich in den kommenden Jahren an den folgenden 3 Axiomen:
1. Gebäude werden ohne Verbrennungsprozesse betrieben.
2. Gebäude beziehen netto max. 700 kWh elektrischen Strom pro Person (Bewohner, Arbeitsplatz, etc.) und Jahr vom öffentlichen Netz
3. Gebäude beziehen den Strom vom öffentlichen Netz aus CO2-freier Produktion.
Aus diesen 3 Axiomen werden die Inhalte der Lehre, der Forschung, Entwicklung, Demonstration (F, E & D) und der Öffentlichkeitsarbeit abgeleitet. F & E sind wichtige Grundlagen für die Lehre. Die Anforderungen an die Gebäude verlangen ein weit besseres physikalisches Verständnis der Baufachleute als bisher – mit F, E & D wird plausibilisiert, warum die Lehrinhalte neu und stärker physikbasiert sind.
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